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Dialogforen & Workshops
April–Oktober 2010

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Dickes B

Zum Veranstaltungsprogramm Herbst/Winter 2010

»Eine Stadt erfindet sich neu«, titelte eine Berliner Tageszeitung im Juli. Der Abstieg Berlins zur deutschen Armutshauptstadt sei gestoppt, viele Potentiale vorhanden und bis 2030 könne sie eine »Global City« werden. So ist das Ergebnis einer neuen Untersuchung zu den Entwicklungsressourcen Berlins. Berlin hat eine lange Erfahrung darin, sich neu zu erfinden. Wir laden Sie ein, mitzugestalten.

Wir machen ernst mit der Idee, »Politik als Werkstatt« zu begreifen. Dabei beschäftigt uns vor allem der Entwurf von Berlin als eine solidarische Stadt in der ihre Bewohner/innen lebenswert wohnen, lernen, arbeiten und gestalten können. So greift das Herbstprogramm mit unseren stadtpolitischen und stadt­historischen Veranstaltungen viele Facetten einer solidarischen Stadt auf: Wohnungsgenossenschaften in der sozialen Stadt, demokratische Kontrolle von städtischen Räumen und Praxiserfahrungen mit der Berliner Schulreform, um nur drei Themen zu nennen.

Wir gehen mit unseren Stadtführungen auf historische Spurensuche und schauen u.a. zwischen abgerissenem Palast der Republik und restauriertem Reichstag, wie sich 20 Jahre Wende aus Frauensicht darstellen. Die Hausbesetzerszene 1989/90, Auswirkungen der fortschreitenden Aufwertungen Ostberliner Kieze und neue Konzepte kollektiven Bauens, wie z.B. Baugruppen, sind weitere Themen einer Führung.

Die koloniale Geschichte Berlins wird uns in den Monaten September und Oktober als Schwerpunkt begleiten. Die Ausstellung »freedom roads!« wird zu Gast in unserer Galerie im Kurt Schumacher Haus sein, und wir greifen die aktuelle Diskussion um koloniale Straßennamen und postkoloniale Erinnerungskultur genau dort auf, wo sich koloniale Straßennamen im sogenannten Afrikanischen Viertel befinden und sich in den letzten Jahren ein vielfältiges afrikanisches Leben etabliert hat – im Berliner Wedding.

In diesem Zeitraum führen wir auch die Dialogforen und Workshops »50 Jahre afrikanische Un-Abhängigkeiten« mit afrikanischen Expert/innen fort, um einen Austausch über die afrikanische Perspektive auf Kolonialismus und Unabhängigkeitsbewegungen zu ermöglichen.

Wir freuen uns auf spannende Veranstaltungen mit Ihnen/Euch!

Ingo Siebert
Geschäftsführer und Studienleiter
des August Bebel Instituts

 

© Titelfoto: Kınay Olcaytu

 

Das Programm des vergangenen Jahres sowie das Programmarchiv finden Sie hier.

 

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