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Frühere Veranstaltungen des August Bebel Instituts
 

Veranstaltungsberichte

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Januar – Februar – März 2012
 

Stadtpolitik

So 15. Januar, 18–21 Uhr: Programmstart 2012
Berlin Babylon – Filmvorführung und anschließende Diskussion

Mit Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin, und Andrej Holm, Stadtsoziologe
Berlin Babylon. Ein Film von Hubertus Siegert, D 1996–2001, 88 min.
2012 starten wir unser stadtpolitisches Jahresprogramm mit dem Dokumentarfilm „Berlin Babylon“. Die Beobachtungen des radikalen Umbaus der Innenstadt in den 1990er Jahren erzählen von der Melancholie einer Stadt, die ihre zerstörte Struktur mit aller Macht zurückgewinnen, die Schatten der Vergangenheit überwinden will: Bestand, Abriss, Neubau. Mit 20 Jahren Abstand fragen und diskutieren wir, wie damalige Entscheidungen heutige Entwicklungen und Problemlagen der Stadt beeinflussen.
In Kooperation mit dem Moviemento Kino.
Verstaltungsort: Moviemento Kino, Kottbusser Damm 22,
Berlin Kreuzberg, U Hermannplatz oder Schönleinstraße, Eintritt 5 €,
Reservierung Tel. (030) 692 47 85 oder www.moviemento.de

Mo 16. Januar, 17–19 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Anders Bauen, Wohnen und Leben in Genossenschaften“

Ausstellung und Begleitprogramm, Mo 16. Januar – So 4. Februar
Grußworte von Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung,
Barbara von Neumann-Cosel, Genossenschaftsforum e.V., und Ingo Siebert, August Bebel Institut
In Kooperation mit dem Genossenschaftsforum e.V.
Mit dem „Internationalen Jahr der Genossenschaften“ machen die Vereinten Nationen 2012 auf die große Bedeutung der Genossenschaftsidee weltweit aufmerksam. Berlin war nicht nur ein Gründerzentrum der Genossenschaftsbewegung, sondern ist davon noch heute durch seine vielfältigen und starken Wohnungsbaugenossenschaften geprägt.
Den Auftakt zum Genossenschaftsjahr macht die Ausstellung zur Geschichte und Bedeutung der Berliner Wohnungsbaugenossenschaften. Das Begleitprogramm widmet sich unterschiedlichen Aspekten der Genossenschaftsbewegung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Do 19. Januar, 18–20 Uhr
Gemeinsam mehr erreichen – Genossenschaften: ihre Geschichte und ihre Zukunft

Genossenschaften wuchsen Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer starken „dritten Säule“ der Arbeiterbewegung heran, getragen vom Prinzip der demokratischen Selbsthilfe. Welche Ziele und Hoffnungen verband die Gründergeneration mit dieser Idee? Welche Erfolge wurden damals errungen, welche Probleme bekämpft und welche Konflikte ausgetragen? Welches Potenzial steckt heute in der genossenschaftlichen Leitidee und den Berliner Wohnungsbaugenossenschaften?
Mit: Siegfried Heimann, Vorsitzender der Historischen Kommission der SPD Berlin; Barbara von Neumann-Cosel, Genossenschaftsforum e.V.
Moderation: Sabine Schneller, Historikerin
Anmeldung bis 15. Januar [S71.2]

Do 26. Januar, 18–20 Uhr
Weibliche Wege in Wohnungsbaugenossenschaften

In der „Single-Hauptstadt“ Berlin haben vor allem alleinerziehende und alleinstehende Frauen mit kleinem Einkommen das Nachsehen auf dem freien Wohnungsmarkt. Bieten Genossenschaften für diese wachsende Gruppe von weiblichen Wohnungssuchenden eine Alternative? Können sie Frauen den Zugang zum Wohnungsmarkt erleichtern und ihre spezifischen Bedürfnisse berücksichtigen? Welche praktischen Erfahrungen gibt es mit gender-orientierten Genossenschaftsprojekten in Berlin und was lässt sich daraus für die Zukunft lernen?
Mit: Christiane Droste, GF UrbanPlus und Autorin („Vielfalt fördern in Wohnungsbaugenossenschaften“) sowie Vertreterinnen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Berliner Frauenwohnprojekten
Moderation: Sabine Schneller, Historikerin.
Anmeldung bis 22. Januar [S71.3]

Sa 28. Januar, 10–16 Uhr
Kommunalwerkstatt: Aktiv mit und für Bürger/innen

Kommunalpolitik ist für viele der Einstieg in die Politik – eine Welt zwischen Ausschussarbeit und Bürger/innenwünschen, zwischen Sitzungen und Kommunikation im Internet. Mit diesem Seminar wollen wir einen Einblick in die kommunalpolitische Arbeit der Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) geben. Wie funktioniert die Entscheidungsfindung in der BVV? Welche konkreten Einflussmöglichkeiten gibt es in der Stadtentwicklung, der Schul-, Jugend- und Kulturpolitik? Wie entsteht der Haushalt für die Bezirke? Was bedeutet Kommunalpolitik in der Stadt der Vielfalt? Welche Partizipationsmöglichkeiten haben Bürger/innen in den Quartieren und Bezirken?
Mit Expert/innen aus der Berliner Kommunalpolitik
Beitrag 5 € inkl. Verpflegung u. Material, Anmeldung bis 21. Januar [S31]

Do 2. Februar, 18–20 Uhr
Sicher wohnen, unabhängig leben, soziale Kompetenzen fördern
Ansätze und Zukunft der Wohnungsbaugenossenschaften in Berlin

Mehr als 80 Wohnungsbaugenossenschaften gibt es heute in Berlin. Gemeinsam ist ihnen das Prinzip der demokratischen Selbstverwaltung – mitunter deutlich verschieden sind sie hinsichtlich ihrer Mitgliederzahl und -struktur, ihres Wohnungsbestandes und ihrer Leitbilder. Vor welchen Zukunftsaufgaben stehen diese unterschiedlichen Genossenschaften heute? Welche Ziele verfolgen sie und welche praktischen Ansätze erproben sie? Wie können sie den Bestand an Mietwohnungen – auch durch Neubau – vergrößern?
Mit: Jörg Dresdner und Simone Felger, Vorstand EVM Berlin eG ; Ulrich Haneke, Vorstand Möckernkiez Genossenschaft für selbstverwaltetes, soziales und ökologisches Wohnen eG; Richard Schmitz, Vorstand Am Ostseeplatz eG; Andreas Böhm, Vorstand DPF eG
Moderation: Sabine Schneller, Historikerin
Anmeldung bis 31. Januar [S71.4]

Sa 4. Februar, 16–18 Uhr
Traditionsmodell mit Zukunft

Chancen und Vielfalt genossenschaftlichen Handelns: Das Beispiel Stromwirtschaft
Genossenschaften sind stets verpflichtet, das Gemeinwohl ihrer Mitglieder zu fördern. Durch ihre demokratische und selbstverwaltete Struktur schaffen sie in vielen Bereichen eine dritte Handlungsalternative zwischen privaten Marktinteressen und staatlicher Daseinsvorsorge.
Welche neuen Aufgaben können Genossenschaften in Zukunft übernehmen? Welche Chancen haben Genossenschaften in der Energieversorgung als Produzenten, Verbraucher oder Netzbetreiber zu agieren?
Mit: Mathias Fiedler, Vorstand Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V.; Peter Weber, Vorstand Mietergenossenschaft SelbstBau eG; Luise Neumann-Cosel, BürgerEnergie Berlin eGiG;
Moderation: Sabine Schneller, Historikerin
Anmeldung bis 2. Februar [S71.5]

Sa 18. Februar, 10–17 Uhr
Motiviert in die Politik einsteigen – Anregungen für ein erfolgreiches Engagement

Was brauche ich, wenn ich politisch etwas gestalten möchte? Auf welcher Ebene kann ich mich in politische Prozesse einbringen? Worauf kommt es an, wenn ich mit meinem Anliegen Gehör finden will? Für viele, die sich politisch engagieren wollen, stellen sich zu Beginn die Fragen des Wo und Wie. Unser Workshop gibt Anregungen dazu, wie wir den Freizeitspaß „Politik machen“ motiviert und realistisch angehen können. Als Gesprächspartner/in ist ein/e Politiker/in eingeladen und kann zu seinen/ihren Motiven und Erfahrungen im politischen Werdegang befragt werden.
Leitung: Alexandra Kramm, Politikwissenschaftlerin;
Enrico Troebst, Soziologe
Beitrag 10 € inkl. Verpflegung, Anmeldung bis 10. Februar [S30]

Sa 17. März, 10–17 Uhr
Politische Diskussionen moderieren. Ein Training

Politische Dialoge, Podiumsdiskussionen, Gesprächsrunden: Moderationen von Veranstaltungen sind wichtige Bestandteile ehrenamtlichen Engagements. Moderator/innen unterstützen Gruppen darin, in einen Dialog zu treten und die unterschiedlichen Standpunkte kennen zu lernen – und gerade bei politischen Diskussionen kann es dabei „hoch hergehen“. Moderator/innen verfolgen dann den Gesprächsverlauf aufmerksam mit und sorgen für den roten Faden: Sie strukturieren, ordnen, fassen zusammen, pointieren, klären, provozieren manchmal oder wirken auf ein konstruktives Gesprächsklima hin. Der Workshop liefert dazu das Handwerkszeug. Bitte Bereitschaft zum eigenen Erproben und Trainieren mitbringen.
Leitung: Miriam Janke, Kommunikationstrainerin und Moderatorin
Beitrag 40 € inkl. Verpflegung & Getränke, Anmeldung bis 9. März [S32]

Do 29. März, 18–21 Uhr
Wie Sprache Menschen zu Döner macht
Workshop, Teil I

„Dönermorde“ und „Soko Bosporus“ – solche und andere Begriffe, die rassistische Bilder erzeugen, werden von Medien erfunden, aufgegriffen und weitergetragen. Die erste Veranstaltung unserer neuen Reihe widmet sich der Berichterstattung über die rechtsterroristische Zelle „NSU“ und ihre Morde. Wir steigen mit einer Medienanalyse zu den letzten Monaten und mit einem Fachinput ein und laden zur beteiligungsorientierten Diskussion zum Thema ein.
In Kooperation mit Neue deutsche Medienmacher
Anmeldung bis 22. März [S50.1] – anderer Veranstaltungsort!

Sa 28. April – So 6. Mai
Verkehrs- und Stadtpolitik in England
Exkursion

Die alljährliche Exkursion des August Bebel Instituts zum Thema Verkehrs- und Stadtpolitik führt dieses Mal nach Großbritannien. Wie sehen die Folgen der dortigen Bahnprivatisierung aus? Wurde der Verkehr in London durch die Einführung der Innenstadtmaut reduziert? Wie wird dort Gentrifizierung sichtbar? Zwischen Hinfahrt per Nachtfähre und Rückfahrt durch den Eurotunnel wird Halt in Newcastle, York, London und Pencanze (Cornwall) gemacht.
Leitung: Jürgen Murach und Wolfgang Schwenk
Beitrag ca. 1.020 € inkl. Fahrt und Übernachtung, Englischkenntnisse und Erfahrung in Kommunalpolitik erwünscht, Anerkennung als Bildungsurlaub, Anmeldung bis 31. Januar [S40]
 

Zeitgeschichte

So 4. März – Sa 31. März
»This Land Is Your Land«
Woody Guthrie 100. Leben und Werk – Ausstellung und Begleitprogramm

In Kooperation mit Lied und Soziale Bewegung e.V.
Woody Guthrie, amerikanische Singer/Songwriter und Chronist der 30er und 40er Jahre des 20. Jahrhunderts, ist eine Legende und Vorbild für Folksänger/innen in aller Welt. Am 14. Juli 2012 würde er 100 Jahre alt werden. Sein Song »This Land Is Your Land« – geschrieben aus der Sicht eines Arbeiters als leidenschaftliche Reaktion und Parodie auf Irving Berlins »God Bless America« - wurde zu zu einer Art alternativen Nationalhymne. Die Ausstellung »This Land Is Your Land« zeichnet mit Fotos, Dokumenten und Hörbeispielen ein facettenreiches Bild des Künstlers.
Ausstellungszeiten und Veranstaltungen zum Begleitprogramm sind ab Anfang Februar auf unserer Homepage und können telefonisch angefordert werden.

Sa 10. März, 14–16 Uhr
Bauen Frauen anders? Stadtentwicklung und Wohnen aus Frauenperspektive
Historische Stadtführung durch Mitte

Von den Kurfürstinnen des 17. Jahrhunderts über Architektinnen bis hin zur aktuellen Senatsbaudirektorin werden die Urheberinnen renommierter Orte wie dem Lustgarten und Unter den Linden vorgestellt. Die Tour spürt aber auch alternativen Bauformen und Institutionen nach, die von Frauen hervorgebracht wurden, etwa der Gartenstadt, der Volksküche und dem Einküchenhaus.
Leitung: Claudia v. Gélieu, Politikwissenschaftlerin, Frauentouren
Beitrag 5 €, Anmeldung bis 1. März [S81]

Sa 17. März, 12–14 Uhr
Die Panke und ihr Wasser – Historische Stadtführung durch den Wedding

Der März ist Wassermonat: Der Berliner Volksentscheid zur Offenlegung der Wasserverträge feiert einjähriges Jubiläum, in Marseille protestiert das alternative Weltwasserforum FAME gegen Privatisierungen im Wassersektor und am 22. März ist Weltwassertag. Genug Anlässe, um auch in Berlin auf das Wasser zu schauen, genauer: auf die Panke. Ihr Wasser machten sich Obst- und Gemüsebauern bereits im 18. Jahrhundert zunutze, Industriebetrieben diente sie als Abwasserkanal, heute wird sie als attraktiver Grünzug durch den Wedding ausgebaut. Der Spaziergang entlang der Panke erzählt von Mühlen und Kolonistenhäusern, vom Gesundbrunnen und von der Industrialisierung Berlins, von Gärten und Parks.
Leitung: Dr. Gerhild Komander, Historikerin
Beitrag 5 €, Anmeldung bis 8. März [S85]

Sa 24. März, 12–15 Uhr
Kolonialismus und Anti-Kolonialismus in Berlin
Bustour zu historischen Schauplätzen und heutigen Aktivist/innen

Berlins koloniale Spuren sind vielfältig: Straßen, die nach Kolonialisten benannt sind; Gebäude, in denen koloniale Eroberungen politisch vorbereitet wurden; Museen voller kolonialer Erinnerungsstücke. Auch im Alltag wirkt Kolonialismus bis heute nach: Wer fragt sich schon, woher ostfriesischer Tee wirklich kommt? Und wem stößt Werbung für Möbel im „Kolonialstil“ auf? Die Bustour führt mit kritischen Kommentaren zur Geschichte und Gegenwart des deutschen Kolonialismus an einige von dessen Schauplätzen und macht an Orten Halt, an denen Aktivist/innen Kämpfe zur kritischen Erinnerung an koloniales Unrecht gefochten haben und fechten.
Leitung: Joshua Kwesi Aikins, Politikwissenschaftler und Aktivist,
Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V.;
Christian Kopp, Historiker, Berlin postkolonial e.V.
Beitrag 10 €, Anmeldung bis 15. März [S80]
 

Junge Leute

Reclaim the school!
Was kann Schülervertretung tun?

Wochenend-Seminar für Schülervertreter/innen und alle, die es werden wollen
Welche Rechte haben wir in der Schule? Wie verhandeln wir in Gremien mit Lehrer/innen, Eltern, dem/der Direktor/in? Wie stellen wir uns die ideale Schule vor und wie können wir sie verändern? Das ABI bietet regelmäßig SV-Seminare an. Inhalte: Schule – wie sie ist und wie sie sein sollte, Schüler/innenrechte, Techniken des politischen Arbeitens, Aktionsideen für Eure Schule, Projektplanung konkret. Bei Interesse einfach bei uns melden!
In Kooperation mit der Friedrich Ebert Stiftung.
Jeweils Sa/So, Ort: Jugendgästehaus Berlin-Kladow, 20 € inkl. Unterkunft und Verpflegung

Ich bin ich und wer bist du?
Interkultureller Dialog für Schüler/innen Berliner Sekundarschulen

Identifikationen als „Deutsche/r“, „Nicht-Deutsche/r“, „Migrant/in“ spielen im Miteinander vieler Berliner Schüler/innen eine Rolle. Die vierstündigen Workshops bringen Schüler/innen unterschiedlicher Prägungen unter der Anleitung von Theaterpädagog/innen zu einer intensiven Begegnung zusammen. Mit spielerischen Mitteln, Diskussionsrunden in Kleingruppen und Partnerarbeit wird die Basis für ein Verständnis davon gelegt, wie Identitäten entstehen, was sie ausmacht und wie sie sich verändern. Bei Interesse einfach bei uns melden!
Unterstützt vom Beauftragten des Senats von Berlin für Integration und Migration.
Jeweils Wochentags, 9–13 Uhr, nach Absprache in verschiedenen
Einrichtungen in Berlin

 

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